Jetzt aktuell

Nachtkerze, Oenothera biennis, (September)

Jede Nacht geht eine neue Blüte auf, um am nächsten Tag wieder zu verblühen. Ein grosser Rhythmus und eine starke Fruchtbildung sind markante Eigenschaften der Nachtkerze. Das Öl, aus den Samen gewonnen, wird innerlich wie äusserlich in der Frauenheilkund verwendet.  

 

Mädesüss, Filipendula ulmaria
Mädesüss, Filipendula ulmaria, (August)

Das Mädesüss, auch Wiesenkönigin genannt, ist ein wunderbarer Begleiter bei fiebrigen Zuständen. Es enthält natürliche Acetylsalicylsäure (Aspirin).  Der Name Aspirin stammt vom alten lateinischen Namen des Mädesüsses „Spirea ulmaria“. 

 

Löwenzahn, Tussilago officinalis (Mai)

 

Im Mittelland schon wieder verblüht. Mit einer Pfahlwurzel stark im Boden verankert und einer kräftigen Blattrosette am Grunde, übergibt der Löwenzahn seine Samen auf einem aufrechten Stängel mit  einer grossen Leichtigkeit dem Wind. Der Löwenzahn ist ein Verwandlungskünstler, ob bei sich selbst, in der Landschaft (färbt ganze Landstriche von grün, gelb bis weiss) und insbesondere bei uns Menschen. Er ist eine der wichtigsten Heilpflanzen für unseren Stoffwechsel.

 

Lungenkraut, Pulmonaria officinalis (Mitte April)

Eine der wenigen Blütenpflanzen in unserer Region, die verschiedene Blütenfarben auf der selben Pflanze trägt. Die Blätter des Lungenkrautes fehlten früher in keinem Brust- oder Hustentee. Hier mitten in Brennnesseln angetroffen.

Huflattich, Tussilago farfara (anfangs März)

Kaum ist der Schnee geschmolzen, streckt der Huflattich (Tussilago farfara) seine Blüten der Sonne entgegen. Die Blätter wachsen erst in 2-3 Wochen nach. Dann sind aber die Blüten schon wieder verwelkt und warten auf das nächste Frühjahr.  Der Huflattich zeigt sich uns nie als ganze Pflanze.

 

Schilf, ein Wintersteher

Wichtig für die Biodiversität sind die Wintersteher. Einerseits bieten sie Insekten einen guten Platz zum Überwintern und andererseits sind sie Nahrungsquellen für Vögel.

 

Christrose, Heleborus niger (Ende Januar)
Christrose, Heleborus niger (Ende Januar)

Jetzt blüht sie im Tessin, die schöne Schwester der stinkenden Nieswurz, die Christrose. Ein starker Frühlingsbote, wunderschön zum Anschauen!

stinkende Nieswurz, Heleborus foetidus (anfangs Januar)

Sie ist bereit fürs neue Jahr. Da noch kein Laub an Bäumen ist, kann sie sich es leisten grün zu blühen. Die Hummeln und Pelzbienen finden sie sie problemlos im Wald. Übrigens Niespulver wurde früher aus ihren Wurzeln hergestellt. 

 

Hagebutte auch Hundsrose genannt, Rosa canina (Ende Nov.)

Die letzten Sommerboten trotzen dem Winter. Fruchtig im Geschmack und mit viel Vitamin C. Hagebuttentee, genau das richtige Getränk für diese Jahreszeit.

Mistel, Viscum album (Basel, Mitte Nov. 20)

Sobald die Laubblätter verschwunden sind, kommt die Mistel im Herbst mit ihrer ganzen Schönheit wieder zum Vorschein. Sie kümmert sich nicht um die Schwerkraft, sie wächst wie keine andere Pflanze kugelförmig hoch in den Bäumen. Für sie gibt es kein Unten oder Oben, kein Hinten oder Vorne, sie vereinigt den Blüten-, Blatt- und Wurzelprozess in einer Kugel. Sie kann mit Druck- und Gestaltungskräften sehr gut umgehen.

Diese Eigenschaften können wir uns auch zu Nutzen machen. Die Mistel ist eine wunderbare Begleiterin zur Behandlung von Bluthochdruck.